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Pandora von Anne Rice PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von fedjalein   

Pandora von Anne Rice

 

 

Inhalt:

 

David Talbot stößt auf der Suche nach alten Vampiren und ihren Geschichten im Paris der Gegenwart auf Pandora. Diese fast zweitausend Jahre alte Vampirin zeigt sich zunächst nicht sehr begeistert von seiner Bitte, ihre Geschichte nieder zu schreiben, aber ihr anfängliches Zögern lässt schnell nach und so führt sie uns in die Zeit des alten Roms unter Kaiser Augustus ein.

Dort wächst sie als Lydia in einer angesehen Senatorenfamilie sehr behütet und äußerst privilegiert auf. Im Hause ihrer Familie verkehrt auch der junge Marius, in den sie sich schnell verliebt. Marius hält auch um ihre Hand an, doch ihr Vater weist ihn ab und so verlieren sich die beiden erst einmal aus den Augen. Inzwischen ist Tiberius längst Kaiser geworden und in den Streit um seinen Nachfolger Germanicus wird auch Lydias Familie hineingezogen. Nach einem Verrat, tötet sich Lydias Vater selbst, wie es die römische Ehre gebietet, jedoch nicht ohne für seine einzige Tochter vorgesorgt zu haben. In Begleitung zweier jüdischer Kaufleute flieht sie nach Antiochia, wo sie fortan als Pandora lebt. Geplagt von schrecklichen Alpträumen, in denen sie als Bluttrinker in Ägypten verfolgt wird und sich der Sonne aussetzt, sucht sie Rat und Hilfe im Isis-Tempel, einem Kult, dem sie schon in Rom anhing. Dort trifft sie auch Marius wieder, der ebenfalls in Antiochia lebt. Doch Marius ist inzwischen ein Vampir und noch dazu der Wächter von Akasha und Enkil, die er aus Ägypten hergebracht hat. Da er Pandora immer noch liebt, will er verhindern, dass andere Vampire, die Antiochia immer wieder heimsuchen, ihr etwas antun. Doch Pandora hört nicht auf seine Ratschläge und eine Begegnung mit einem verbrannten Vampir, der in Antiochia umgeht, scheint unausweichlich.

 

 

Kritik:

 

Das erste Kapitel ist spannend und einladend, man möchte geradezu in diese zu Wort gebrachte Welt einsinken, doch dann beginnt Pandora zu erzählen und die Geschichte verliert zunehmend an Struktur und Qualität. So lässt sich zwar der Rest des Buches recht schön und vor allem schnell lesen, allerdings plätschert das Geschehen mehr an einem vorbei, als das man wirklich gefesselt wäre. Bis zum Ende wartet man immer auf einen Höhepunkt, der aber irgendwie ausbleibt, stattdessen wird das Buch mit den Träumen von Pandora sehr undurchsichtig und wirr.

Auch die auftretenden Figuren bleiben merklich distanziert, die Liebe von Pandora und Marius ist zwar noch nachvollziehbar, aber im großen und ganzen huschen die Charaktere nur durch die Seiten, wie eigentlich vieles nur angeschnitten scheint und dann einer Fortsetzung harrt, die aber nicht kommen wird. Inwiefern das Buch nun Licht in die Geschichte der Pandora bringen soll, bleibt mir rätselhaft, schließlich wird ihre Initiation recht unmotiviert hingeworfen und über ihre späteren Jahre als Vampirin gibt das Buch ebenfalls keinen Aufschluss. So wäre zum Beispiel interessant gewesen, wie die durch und durch starke Persönlichkeit Pandora in die Abhängigkeit eines anderen Vampirs geraten konnte. Vermutlich ist „Pandora“ wirklich nur etwas für eingefleischte Fans und muss zudem streng in der Chronik betrachtet werden, denn wenn man wie ich mit diesem Buch als erstes beginnt, könnte das sehr abschreckend in Bezug auf weitere Bücher der Autorin wirken.

 
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