21 Gramm von Alejandro González Inárritu Besetzung: | Paul | - Sean Penn | | Mary | - Charlotte Gainsbourg | | Christina | - Naomi Watts | | Jack | - Benicio Del Torro | | Marianne | - Melissa Leo | Inhalt: Der todkranke Paul braucht dringend eine Herztransplantation, während seine Frau Mary nur daran denkt, sich von ihm künstlich befruchten zu lassen, auch wenn das Kind wahrscheinlich ohne Vater aufwachsen muss. Jack scheint nach diversen Gefängnisaufenthalten endlich wieder Fuß gefasst zu haben im Leben, auch wenn er seine Familie mit seinem fanatischen Gottesglauben geradezu terrorisiert. Christina hat ihr Glück mit ihrem Ehemann und ihren zwei Kindern gefunden. Mit dem Unfalltod von Christinas gesamter Familie verbinden sich die Schicksale der drei auf tragische Weise miteinander. Kritik: Wie schon in Inárritus hochgelobtem Film „Amores Perros“ ist es wieder ein schwerer Autounfall, der die einzelnen Filmstränge zusammenführt. Interessant ist auch der Versuch, die üblichen Strukturen des Episodenfilms zu unterlaufen, indem Inárritu nicht allein parallel die Schicksale verschiedener Personen entfaltet, sondern auch die Zeitebenen ständig hin- und herwechseln lässt, so dass man sich gut eine Stunde lang nicht sicher sein kann, welche der dargestellten Episoden nun Gegenwart oder Vergangenheit ist. Dabei sind die einzelnen Sequenzen von einer monströsen Stille. Diese Kombination ist es jedoch, die den Film anstrengend und lang werden lässt, die kurzen Einblicke in das Leben der Protagonisten vermögen einem nicht wirklich etwas zu vermitteln, so dass man sich fragt, was man überhaupt mit dem Gezeigten anfangen soll. Und als ab der Hälfte des Films ungefähr klar wird, worin das Ganze münden wird, empfindet man die danach kommenden Szenen als schleppend und den Film unnötig verlängernd. Den Film sehenswert macht allein Benicio Del Torros beeindruckende Darstellung, aber das allein dürfte kein überzeugender Grund sein, den Film zwei Stunden lang vor sich hin dämmern zu lassen.
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