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Melissa Ferrick PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Phoenix   

  

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Melissa Ferrick ist eine Musikerin aus Boston, die mit ihrer Indie / Folk/Rock beständig durch die Lande tourt. Sie wurde am 21. September 1971 geboren.  Aufgewachsen in Ipswich bei Boston, begann sie ihre Karriere1991, als sie  für den Eröffnungsact bei Morrissey erfolgreich in die Bresche gesprungen ist. Nach der Tour mit Morrissey hat sie Atlanta Records unter Vertrag genommen.
Ihr erstes Album ....

Massiv Blur wurde so etwas von fehlproduziert....
In einem späteren Lied The Julia Hatfield Song und einem späteren Interviews erfährt man, dass sie über die mangelnde Marketingunterstützung nicht glücklich war. Anders als Melissa Etheridge erreichte ihre Debutalbum erreichte nicht den gewünschten Verkaufserfolg.
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Willing to Wait wurde ihr letztes Album bei Atlantic Records - und eines der empfehlenswertesten. Unvergeßlich ihr  politischter Song Gotta Go Now, in dem sie singt "As long as you let little girl play with trucks, their sexuality gets all screwed up", oder die amerikanische Idee von Freiheit aufs Korn nimmt: "Freedom of speech is fine, as long as you don´t cross the line".

 

In einem Interview sagt sie, dass sie während der Arbeiten an der CD eine Beziehung zu einer Schauspielerin hatte, die vor der Fertigstellung der Aufnahmen bereits wieder zu Ende war. Deshalb ist Willing To Wait ein widersprüchliches Album. Einerseits enthält es Songs, die das Glück der Sängerin ausdrücken

Einerseits enthält es Songs, die das Glück der Sängerin ausdrücken I Am Done, Gedanken und Perspektiven über Beziehungen (wie das nachdenkliche „Somehow We Get There“, oder das verwirrende Til You´re Dead, andererseits aber auch Trauer und Verzweiflung When You LeftI Am Not. Das am häufigsten von ihr Live gespielte Lied dieses Albums ist vermutlich Trouble in my head

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Viele Jahre später hört man auf einem Bootleg, wie sie dieses Lied auf Wunsch ihrer Fans in ihre Setlist aufnimmt. Es handelt von einem sehr persönlichen Thema: Melissas Panikattacken, die sie wie ein Schatten begleiten. Trouble in my head übermittelt in Textzeilen wie The trouble in my head is getting closer and closer to my legs und „the trouble with myself is that I don´t know me“ nachvollziehbar, wie es einer betroffenen Person geht. Wirklich berührend ist ihre Interaktion mit dem Publikum, wenn sie singt: And if you find me, would you kindly show me the way home? Klar würden wir, Melissa, jederzeit.

 

Melissa hatte Probleme mit Alkohol und Drogen, die durch den Rausschmiss bei Atlanta vermutlich noch verstärkt wurden. Sie fängt sich wieder und besiegt die Sucht. Herb Ritts, der sie in einem Cafe spielen hört, lädt sie zu sich ein. In einem Interview sagt sie, dass er ihr Mut gemacht hat, das zu tun, was sie gerne tut: Gitarre spielen und singen.

 

 

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Bemerkenswert ist ein Tattoo auf dem rechten Unterarm, das besagt: "Acceptance is the answer". Er ist es auch, der ihr über mehrere Kontakte zu einem neuen Management verhilft. Letztendlich landet sie bei dem Indie-Label "What are records?“ (WAR) .


Melissa Ferrick spielt immer wieder in denselben kleinen bis mittelgroßen Clubs, die über den gesamten nordamerikanischen Kontinent verteilt sind. Dadurch hat sie sich begeistertes Stammpublikum erarbeitet. Sie hat ein gutes Verhältnis zu ihren Fans, wie es sich die meisten Musiker nur wünschen können. Auf WAR veröffentlicht sie daher zunächst das Live Album Melissa Ferrick +1. Danach folgen Everything I Need und Freedom.
Ihre Fangemeinde wächst beständig, obwohl sie kaum im Radio zu hören ist. Drive hat sie für ihre damalige Freundin geschrieben. Das Lied ist so eindeutig, dass sie erst von ebendieser Freundin überredet werden musste, es auf das Album zu nehmen. Drive hat ihr bestimmt viele neue, treue Fans beschert.

Heute kann sie das Lied selbst nicht mehr hören. Und da es diese Beziehung, wie viele andere auch, inzwischen nicht mehr gibt, spielt sie Drive nicht mehr gerne live.
Melissa lässt es zu, dass Fans Aufnahmen von ihren Live-Auftritten machen. Deshalb schwirren auf Youtube und sonstwo unzählige mehr oder weniger professionelle Videos, aber auch Audiobootlegs herum.
Von dem Indie-Label WAR hat sich Ferrick getrennt und hat ihr eigenes Label "Right On Recor$s" gegründet.

Valentine Heartache - eines ihrer besten Albums erschien, dort. Wie auch schon in dem Lied Trouble in My Head, das auf Willing To Wait zu hören ist,  thematisiert sie hier ihre Panikattacken in Crack the Mirror, und Mercy.

Mehrmals hat sie wegen einer Panikattacke einen Auftritt absagen müssen.  Für ihre Fans, die meist sehr weit gereist sind, um sie live zu erleben ist das natürlich bitter. Im Journaleintrag auf ihrer Webseite beschreibt sie den Zwischenfall einer Bootsfahrt. Ein Live Auftritt von Melissa Ferrick wird zum Höhepunkt einer mehrtägigen  Olivia Criuse (sollte L-Word Fans ein Begriff sein ;) erkoren. Melissa begibt sich mit zahlreichen Fans auf eine mehrtägige Kreuzfahrt. Fans, die sich mit Panikattacken auskennen, ahnten es im Vorfeld, sie selbst scheint jedoch nicht an die Möglichkeit einer Panikattacke gedacht zu haben: Das Konzert muss kurzfristig abgesagt werden, viele sind enttäuscht.
Für die auf ihr Ve Album ist, um Melissa Ferrick in Höchstformzu erleben und kennen zu lernen, enthält noch weitere Perlen. Der Einstiegssong  Welcome To My Life begrüßt den Fan zu seiner neuen Gemeinschaft.

Für Fans In Europa, die ohnehin kaum Chancen auf ein Konzert von ihr haben, sehr interessant: zwei weitere Live-Alben:

skinner faster live at the BPC

und 70 people @ 7000 feet
 
Auf Right On Records erscheinen 2002 Listen Hard, im Jahr 2004 The Other Side.
 


Listen Hard

Beide Alben bezeichnet sie als self-made Projekte, auf denen sie Instrumente, Arrangements und Produktion . Text und Musik sowieso - selbst übernommen hat. Diese Alben sind eher Personen anzuraten, die die Melissa Ferrick bereits kennen bereits. Dennoch muß man ihr lasse. Sie versteht es, Text, Musik, Gitarre und Rhythmus kunstvoll miteinander zu verweben. Eines meiner Lieblingssongs von ihr ist das frisch-fröhliche Let´s Fly auf Listen Hard.

 

The Other Side 

The Other Side enthält verspielte Elemente wie Westbound. Nach dem, was oben über  ihre Panik-Attacken geschrieben wurde, ist es bemerkenswert, dass auf The Other Side ein Lied namens Fearless enthalten ist. Wie auch in Bad Bad Girl beleuchtet es eine Seite von Beziehungen, die es mit der Tiefe von Gefühlen nicht so genau nimmt: Ya, I let go - You wanna calll me a name - I´m fearless.




Ihr aktuelles Album: In the Eyes of Strangers

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Im Gegensatz zu ihren beiden Alben vorhergehenden arbeitet sie für In The Eyes of Strangers wieder mit ausgewählten MusikerInnen zusammen. Sie wählt sich Größen, die auch schon für Ani Difranco, Tegan & Sara und Dar Williams verantwortlich zeichneten. Es hat sich ausgezahlt.
Never Give Up ist ein rockig-fröhlicher Starter für ein vielseitiges Folk Rock Album. Closer vermittelt einen Eindruck über wechselnde Gefühle, die genauso intensiv wie verwirrend sind, dass sie schwer zu fassen sind.
Der Titel entstammt, ähnlich wie bei den Alben von Alanis Morissette, der Textzeile eines der aufgenommenen Songs: Rest Now ist eine Hommage an den 2005 verstorbenen Musiker Chris Whitley. In the eyes of strangers we will recognize our own hotel vast horizons.
Um die Faszination, die von Melissa Ferrick ausgeht, zu erklären, verwendet man am besten ihren eigenen Text: Sie singt: You sang so beautiful, it made my heart hit the ground Es könnten Worte über Melissa Ferrick selbst sein.

 

Bootlegs, Covers und ausverkaufte CDs

Excellent, aber leider auf keiner offiziellen CD enthalten, ist ihr Cover von Ani Difrancos Untouchable Face. Bei einer unter Fans weitergereichten mp3 Datei dürfte es sich um einen Konzertmitschnitt handeln. Wer Rockmusik mag, dem gefällts.

Im Gegensatz zu diesem ausgesprochen hörenswerten Cover wurde früher auf einer Tauschbörse eine cover-Parodie unter ihrem Namen verbreitet, die nicht von Melissa Ferrick gesungen wird. „I´m A Lesbian“ ist eine anfänglich humorvolle Parodie, die eine unbekannte Band zur Melodie von Melissa Etheridges „I´m The Only One“ geschrieben hat. Da es im Internet immer noch Quellen gibt, die Melissa Ferrick damit in Verbindung bringen, sei es hier korrigiert: Das Lied stammt nicht von ihr und sie singt es auch nicht.

Eines ihrer Frühwerke, „Made Of Honor“ ist ein ausverkauftes Album, auf das mich ein treuer Fan hingewiesen hat. Wenn das jemand findet – bitte bei Phoenix melden. Thanx Wink
 

 Videotips. Funky Guitar

Ring of Fire (feat. Erin McKeown)

 

 

 Zur Distribution:

Musiker, die nicht für ein großes Label (wie z.B, Atlantic Records) arbeiten, haben immer Schwierigkeiten, ihre CD's in die Plattenläden zu bekommen.
Radiosender kennen die Musik nicht, "drüberstolpern" in den großen Läden tut daher niemand. Das Internet kommt ihnen da entgegen. Spezielle Initiativen bieten Plattformen an, um Musikern ein größeres potentielles Publikum zu bieten. Melissa Ferrick ist eines der Aushängeschilder von CD  Baby.
MySpace ist so eine Plattform, die eigene Service Bereiche für MusikerInnen anbietet. Goldenrod Music vertreibt ihre CD's und einige andere Independent Plattenläden.
In The Eyes of Strangers ist auch bei iTunes erhältlich. Melissa Ferrick zählt jedenfalls weder zu den reichen noch zu den berühmten Stars. Die Finanzierung neuer CD's ist für sie stets ein neues Problem. Es wird erzählt, dass ihr für die Produktion der neuesten CD ein Fan finanziell geholfen hat.

Deshalb kann man einfach keine CD von ihr kopieren.
 
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